Wir verbringen den Nachmittag im Hotel und packen das Auto noch mal um ein und aus und überlegen was wir alles brauchen für Vulkan und Gorillatrip, irgendwie komisch, als wenn ein ganz anderer Reiseabschnitt beginnt.
Der Landy wird am Hotel Milles Collines zurück gelassen und ich ordere eine Wäsche für ihn. Schlüssel aus der Hand geben abends, laufe gleich morgens zum Parkplatz um zu checken, ob der treue Reisegefährte noch da ist, in neuem Glanz und mit aufgeschäumten Sitzen ist noch immer ein freundlicher Ruander damit beschäftigt alles auf Hochglanz zu polieren. Keine Spur mehr vom uns ewig begleitenden roten Staub.
Marion ist auch eingetroffen und wir werden unser Reise zu dritt weiter fortsetzen.
Das Hotel Milles Collines hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Während des Genozids war es das Hotel Ruanda, vielleicht kennt der ein oder andere den Film dazu. Der damalige Manager hat Tausenden das Leben gerettet, in dem er sie im Hotel versteckt hat und es bis zum Schluss wie eine Festung verteidigt hat, die Rebellen mit Getränken etc. ruhig gestellt hat.
Der heutige Manager, ein Schweizer schaut kurz auf dem Parkplatz vorbei, um sich mal anzugucken, wer da mit spanischen Kennzeichen unterwegs ist.. denn er hat auch ein „second home“ in Spanien-sehr nett. Er weist uns noch daraufhin, dass wir uns bei der deutschen Botschaft im Kongo an und abmelden soll-was mich heute früh jetzt nicht beruhigt. Erst der Vulkan und jetzt die Botschaft?! ist der Kongo wirklich sicher ?
Um 09:00h kommt Martin unser kongolesischer Reiseführer und Organisator des Trips und die Zweifel an der Sicherheit zerstreuen sich sehr schnell, ein Typ mit dem man sofort durch den ganzen Kongo fahren würde-lach.


Wir machen uns auf dem Weg zur Grenze nach Goma mit ihm.


Mit 40-80kmh fahren wir wieder durch das Musterland Ruanda, kein Müll entlang der Strasse, die Leute sind alle auf dem Feld beschäftigt, diverse Gemüsesorten an zubauen, Kartoffeln, Reis, Tomaten etc. Gegen Tanzania, ist dies wirklich die Schweiz Afrikas.


Ich löchere Martin die ganze Fahrt mit Fragen über den Vulkan und Kongo.
Um so mehr er vom Vulkan erzählt, um so mehr frage ich mich, ob ich das wirklich machen soll.
Eine Tour quer durch den Kongo, davon rät Martin definitiv ab, zu schlechte Strassen und in einigen Teilen definitiv noch zu gefährlich.
Er erzählt, dass direkt gegenüber vom Lac Kivu ein Flachlandgorilla Reservat ist. Wir versuchen unseren Trip irgendwie umzuorganisieren, um das noch einbinden zu können-aber es will nicht passen ausser gleich weiter nach dem wir vom Vulkan runter kommen aber das halten wir alle, inkl. Martin für unrealistisch-schade, wäre eine tolle Kombination gewesen-müssen wir halt wieder kommen.
Die Grenze ist klein und übersichtlich, das erste mal möchte jemand unsere Gelbfieberimpfung sehen und wir bekommen digital Fieber gemessen. Alles dauert ungefähr 1h dann sind wir durch mit speziellen Touristen Visum.
Wir fahren nach Goma ein, eine optisch aufstrebende afrikanische Grosstadt, bunt laut und wuselig. 1,2 Mio Einwohner, viele NGO`s.



Das nationale Symbol der Stadt ist ein selbstgebauter Holzroller mit Federn zum Transport von Waren.


Wir besuchen auf meine Frage nach der Sicherheit des des Vulkans das seismologische Institut und bekommen eine nette Erklärung vom Chef, der sich sichtlich mit der englischen Sprache abmüht, denn hier ist noch französisch als koloniales Erbe angesagt.
Mans stelle sich vor, man läuft in Deutschland einfach ein eine Behörde und fragt mal nach.
Wir werden beruhigt, das Gas, Spalten und Temperatur regelmässig mit einfachen Mitteln untersucht werden und der Vulkan im Moment ganz ruhig ist. technisch aufwendige Geräte werden regelmässig von Rebellengruopoenim Vierung zerstört, da sie Angst haben man könnte sie so entdecken.




Dann halten wir noch bei Headquarter vom Virunga N.P. wo uns ein smarter Amerikaner empfängt und wir ein paar Souvenirs erstehen, dass Verkaufserlös, den getöteten Ranger zu Gute kommt.
Er erzählt, das Waren Buffet, der amerikanische Aktienmogul den Park unterstütz und die Mieten Lodge gebaut hat und der gesamt Erlös de rLodge der community zu Gute kommt-toll.
Schliesslich kommen wir in de Ralf Kivu Lodge an-alles sehr westlich sehr luxuriös-wieder sehr viele internationale Organisationen und ein paar tolle Landys vor der Türe.





6. September 2016 um 19:04 Uhr
Extremely useful… looking forth to coming back
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