Unterwegs von Guadeloupe über Domenica, Bequai, Mayeraux, Tobago Cays, Union Island, Martinique, Montserrat und Les Saints, mit einem schnellen Segeltrimaran.


Start in Guadeloupe
französisches Übersee Department. Euro Währung-sehr praktisch.Europa mit karibischen Flair
Jaques Cousteau`s Unterwasserparadies auf Basse Terre.
Easy Diving zwischen karibischen Schwämmen und Gorgonien und dank strenger Schutzmassnahmen sind noch immer viele Schildkröten vor Ort.
Eine Nacht vor Anker in Domenico-der wilden, grünen Insel.
Dann geht es weiter in einem Rutsch nach Bequai-Karibik pur.56 NM
Bequai
hier müssen wir einmal einklarieren und Geld wechseln, denn hier wird mit east caribean Dollar bezahlt.
Eine ruhige Nacht vor Anker, mit Schildkröten unter dem Kiel, geht es am nächsten Morgen weiter nach Mayeraux-whistle Bay. Aufgrund der Form der Ankerbucht ist bei bestimmten Windverhältnissen ein pfeifen zu hören.. wir haben ausser karibischer Musik am Strand nichts gehört.26 NM
Kleiner Exkurs zur hier dekorativ genutzten Fechterschnecke, die man in der ganzen Karibik in schier unendlicher Menge sieht.
Die Schnecke, die in diesem zugegebenermassen sehr dekorativen Gehäuse lebt, kommt in allen warmen Gewässern zwischen Florida und Brasilien vor und ist nicht mit der Tritonschnecke auf den ersten Blick zu verwechseln.
Sie steht praktisch auf jeder Speisekarte in der Karibik als Conch, gebraten, als Salat etc. sehr beliebt bei den Einheimischen.

Dann geht es ab um die Ecke in die Tobago Cays, wir liegen mit 20 weiteren Booten vor Traumständen, allerdings sollen hier in der Hochsaison im Dezember 200 Charterboote liegen-da ist jegliche Romantik dahin.3 NM
Abends kommen Einheimische mit kleinen Motorbooten angedüst und verkaufen Eiswürfel, fangfrischen Fisch, sammeln Wäsche ein etc. ein Service der ordentlich kostet aber von dem ein oder anderen gerne genutzt wird und oft die einzige Einnahmequelle ist. Morgen kommen dann „Baguetteboote“ mit typisch französischen frischen Backwaren fürs Frühstück.
Wir segeln weiter nach einem ausgiebigen Lobstererdinner am Vorabend nach Union Island, um wieder auszuklarieren und den Rest unserer Reise zu planen.5NM
Noch ein paar Souvenirs einkaufen, schön Essen gehen und am nächsten Tag geht es weiter, wir holen aus zu einem Schlag direkt nach Martinique-123 NM, einen Tag und eine Nacht segeln. Fliegende Fische schlagen neben mir auf dem Dach des Bootes ein und bewahren mich davor einzunicken, das AIS zeigt immer näher kommend an Martinique regen Containerschiff -und Kreuzfahrschiffverkehr. Die hell erleuchteten dream liner sind schon weit vorher am nächtlichen Horizont auszumachen-aber leider ihre Positionslichter nicht, da sie wie ein Weihnachtsbaum beleuchtet sind.
Müde fahren wir morgens in eine verregnete Marina von Martinique ein. Hier werden wir einen Boxenstopp machen, den Tiefenmesser reparieren und einen Traveller vom Grossegel ersetzen, in der Nacht hat sich hüpfend übers Verdeck ein Splint verabschiedet und das Grossegel zeigt danach im mittleren Teil eine Beule…
Noch mal Proviant bunkern für den Rest des Trips und den spannenden Geschichten der Langfahrentsegler in der Bar in der Marina lauschen. Der Abend klingt aus mit einer tollen französischen Küche im Zansibar.

Wieder steht ein langer Schlag an. Wir wollen zum Abschluss noch nach Montserrat der Vulkaninsel im Nordwesten Guadeloupes-173 NM
Bei der Ausfahrt von der Marina begegnet uns eine einheimische Segelregatta Mannschaft.
Am nächsten Morgen dann Montserrat-man riecht schon aus der Ferne die Schwefelschwaden, die noch immer vom Vulkan ausgespuckt werden.
Wir ankern im Nordwesten der Insel, die so ziemlich einzige Möglichkeit, trotzdem noch mit etwas swell, der sich aber dank unseres Tris nicht wirklich bemerkbar macht. Wir sind weit und breit das einzige Boot. Mal wieder einklarieren, die Zöllner sind freundlich und für karibische verhältnismäßig schnell.
Wir nehmen uns für den nächsten Tag einen Guide-Louis, Anfang 60 ein Leben lang auf der Insel und voll mit Geschichten. Er wird uns kundig einen Tag lang über die Insel fahren und uns Bilder zeigen wie einige Orte vor dem Vulkanausbruch aussahen.
Der letzte grosse Vulkanausbruch war 1995 und verwüstete 2/3 der Insel, es gab zum Glück nur wenige Todesopfer, da er sich vorher ankündigte und die Bewohner gut vorbereitet waren. Die Hauptstadt Plymouth versank komplett unter einem pyroklastischen Lavaflow. Der einzige Flughafen der Insel wurde komplett zerstört, ca. 75% der Bevölkerung floh von der Insel. Wie alle Vulkane in der Karibik ist auch der Souffliere Hill ein grauer Vulkan, das heisst er spukt keine Lava wie die Vulkane auf Hawaii, sondern Asche, die auf einander Luftkissen sich rasend schnell ins Tal bewegt und genau so zerstörerisch ist. Ein Grossteil des Südens de rissen ist noch immer Sperrgebiet. Man kommt an einige kleinere Orte Kinder Nähe von Plymouth heran und sieht das ganze Hotelanlagen unter einer meterhohen Aschedecke begraben worden sind. Die Leute haben panisch alles zurück gelassen und viele haben sich nachher auch nicht zurück getraut, um ihre Hab und Gut zu holen, somit entsteht eine etwas gespenstische Atmosphäre.
Die tropische Vegetation hat sich schnell alles zurückgeholt und überwuchert alles.
Es sind einige neue Häuser vor allem im Norden der Insel mit Hilfe eines Regierungsprogramms entstanden, um den Menschen neue Wohnraum zu geben.
In den 1980er Jahren baute der frühere Beatles Produzent George Martin ein Aufnahmestudio in der Nähe von Little Bay. Er hatte in einem inflight Magazin etwas über Montserrat gelesen und sich in die Insel verliebt. Im laufe der Jahre zog das Studio viele Künstler an unter ihnen Dire Straits, The Police, Paul Mc Cartney und weitere. Man kann in dem Aufnahmestudio, dass heute ein Museum ist, ihre Handabdrücke an den Wänden sehen, ähnlich dem walk of fame in Los Angeles.
Überall auf der Insel kann man sich relativ sicher einer von ganz wenigen Touristen sein.
Auf dem Rückweg segeln wir entlang der Ostküste der Insel und könne noch einmal den versunkenen Flughafen vom Wasser aus betrachten.
Dann geht es weiter nach Les Saints eine kleine Insel im Süden Guadeloupes.
Montserrat-Les Saint 70 NM
Es gibt im Süden von Guadeloupe kleine unbewohnte Inseln, die unter Naturschutz stehen und auf denen nur ein paar wilde Ziegen zu Hause sind.
Noch mal 40 NM und die Reise geht zu Ende.
Ich darf noch mal Busse Terre erkunden mit seiner wunderschönen wilden Natur.
Au revoir
































































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