Heute geht es gemütlich los, wir sammeln unsere Sachen zusammen und starten mit dem Ziel Mzuzu-Malawi.

North Luangwa Lundazi

Ich habe wieder einen Mitfahrer Derek einen unsere Safraiguides mit Gepäck-es wird kuschelig im Land und etwas geruchintensiv-lol

Wir fahren zunächst noch durch den Park, wieder Pukus, Zebras etc. und müssen noch mal über das Ponton-juhu, dieses mal müssen die Jungs vom Ponton wahnsinnig ran, da sie es gegen die Strömung mit speziell geschnitten Holzkeulen ziehen müssen!

IMG 0366

IMG 0385

IMG 0387

Derek fragt neugierig nach Safariausbildung in Deutschland und ich muss ihm leider sehr deutlich klar machen, dass dies keine Option ist und Deutschland sicher nicht das Ziel seiner Träume im Moment sein kann.
Er fragt ob ich verheiratet bin und als ich ihm sage nein, bricht ein spontanes „I am so sorry for you“ heraus, dass ich mich innerlich vor Lachen kringele. Er erzählt mir, dass es in Zambia undenkbar wäre, das Man und Frau zusammen Leben ohne verheiratet zu sein, unverheiratete Frauen dürfen nicht alleine verreisen und schon gar nicht mit anderen Männern, wie ich mit Andreas. Wir unterhalten uns die Fahrt noch über die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten beider Länder begleitet von dem wunderbaren afrikanischen wundern in allen Tonlagen mit „oh und aahhs“-köstlich.“

Derek macht mit uns noch eine Tour durch sein Dorf und stellt uns seine Mutter vor, von der wir einen Beutel Erdnüsse für den Weg erhalten.

P6270018

P6270017

P6270016

Weiter geht es auf einer wahnsinnig schlechten Piste mit tiefen Querrillen und Schlaglöchern vom feinsten, alles wird durchgerüttelt und mit diesmal tief roten Staub versehen.

Kurz vor Lundazi bricht mal wieder der hintere rechte Stossdämpfer weg, diesmal nicht unterhalb des Tellers-die Schweißstelle hält, sondern oberhalb des Tellers-juhu.
Die Piste ist leider weiterhin sehr schlecht aber ich habe keine Wahl ausser weiterfahren unter fürchterlichen Schlägen, hier und da steige ich aus, um die Lage zu checken, jetzt hüpft der Stossdämpfer raus und ist bedrohlich nahe an der Dieselleitung, Andreas kommt zur Hilfe und meint aber wir sollen ihn lieber drin lassen und nicht ausbauen… die Quittung erhalte ich leider kurz vor Lundazi wo ich mit abgerissener Dieselleitung, zum Glück in einer kleinen Bucht, zum stehen komme. Riesige Grader, die die Strasse erneuern schlängeln sich an mir vorbei und ich habe jetzt das erste mal genug von Piste…

Ich rufe Andreas an, der schon in der Stadt ist und er kommt und muss mich abschleppen-nix geht mehr. Zum Glück gibt es in Lundazi eine Werkstatt, die noch auf hat und uns zur Hilfe kommt.

IMG 0392

IMG 0394

Der Stossdämpfer wird wieder geschweisst, die Dieselfilterhalterung muss komplett raus, da die Leitung samt Kunstoffröhrchen und Zuleitungsclip abgebrochen ist-ich sehe schwarz wie das repariert werden soll.. mit irgendeinem super Kleber bekommen sie es hin-mitterlweile ist es dunkel und meine Taschenlampen kommen zum Einsatz.

Wir bekommen den Landy nicht gestartet, da jede Menge Luft im Dieselsystem ist, ich krame meine Entlüftungspumpe raus, die zunächst abgelehnt wird-so ein Lady tool brauchen wir nicht.. nach mehreren frustanen Versuchen nehmen sie es doch und welch Wunder der Landy startet und wird gleich mal in Drehzahlhöhen getrieben, die ihm bisher unbekannt waren, ich bedeute dem Mechaniker, dass es kein Porsche ist.
Es wird noch etwas Luft abgesaugt und fertig sind wir. Rechnung umgerechnet 25 Euro!

Da es mittlerweile stockdunkel ist entschliessen wir uns in Lundazi zu belieben, das einzige Hotel ist komplett ausgebucht, da Wahlkampf ist, der Besitzer erlaubt uns allerdings auf dem Parkplatz zu campen.
Wir essen im Hotel landestypisch-Nshima-eine Art Manjokbrei, der für mich nach nichts schmeckt mit Sosse, Gemüse und einem
Grillhähnchen, was lecker ist.

Fertig von der Piste und dem Tag sinke ich leicht nach Diesel riechend ins Dachzelt..