Wir nehmen Abschied von der Mikeno Lodge und dem Kongo.
Heute früh schauen die Paviane bei uns zum Fenster hinein und haben einen Riesenspass, klopfen gegen die Fenster und spielen verstecken mit uns, wenn wir die Vorhänge auf-und zu ziehen.



Beim Frühstück lichte ich noch mal die Bilder ab, wo die Ranger fast verehrt werden.


Noch einmal die Hauptstrasse im Osten des Kongos entlang bis Goma, heute kommen uns viele UN Fahrzeuge entgegen im Sicherheitskonvoi, ein bisschen wie im Fernsehen.

Dzwischen die typischen Transportfahrzeuge der Einheimischen.

Es heisst auch Abschied nehmen vom Nyiragogongo ich fotografiere am Virunga N.P Eingang noch mal das total zerschossenen Schild was uns zu unserer Wanderung begegnet und nicht sehr vertrautenerweckend war.


Wir gehen kurz auf den Markt und Marion war am Vortag sehr über die Sicherheit auf dem Markt besorgt-aber alles entspannt.
Wir treffen Martin in Goma wieder und trinken einen Cafe im Bon Cafe -Preise wie in Europa und nur Musungos=Weisse vor allem UN und Hilfstruppen im Cafe.
Hier bin ich sicherheitsmässig unentspannt, der perfekte Anschlagsplatz, da hier nur Ausländer sind.
Von er Terrasse aus kann man dem Treiben der grössten Stadt im Osten des Kongos zuschauen.
Jedes dritte Auto gehört einer Hilfsorganisation und ich werde irgendwie den Eindruck nicht lo, dass es hier vor allem um viel Geld geht, was nach meinem Eindruck aber bei der Bevölkerung nicht ankommt.

Gestern Abend hatte ich noch eine interessantes Gespräch mit einem Deutschen, der für eine Hilfsorganisation hier arbeitet und eine ganz andere Sicht auf die Dinge hat, als wenn ich mich mit den Leuten vor Ort unterhalte. Er meint es gibt keinen Hunger im Kongo, da ja alle etwas anbauen und man viel Landwirtschaft sieht etc. nur müssen sie zunächst davon etwas an den König, den ältesten oder die Soldaten abgeben..dicke Menschen gibt es nur finden Grosstädten-aufstrebene Mittelschicht-unter der Landbevölkerung habe ich niemanden gesehen brauch nur annähernd dick war.
Kleine Kindern schleppen 20 kg Wassereimer über ewig lange Strecken und die Armut springt eine sicher mehr an als in allen anderen Ländern, die ich auf dieser Tour bereist habe.
Die berichten, dass UN Hilfsleute in Häusern wohnen für 5-6000 USD Miete/Monat, kongolesische Fahrer, die für Hilfstruppen arbeiten verdienen 2-3000 USD/Monat und ein kongolesischer Soldat noch nicht einmal 100 USD/Monat. Ob das zur Stabilisierung einer Gesellschaft beitragen kann möchte ich mal in Frage stellen und vor allem was passiert, wenn die Hilfstruppen abziehen..
Wir gehen wieder über die Grenze ins Musterländle Ruanda. dank meines multi entry east african Visum ein Klacks.
Ich bin definitiv mit dem Kongo Virus infiziert und möchte dieses Land noch mal intensiver bereisen, seist faszinierend, auch wenn es voller Probleme ist, hat es eine einmalige Natur und nette Menschen-das dunkle Afrika…
Wir kommen in der Lodge an und es gibt ein Zimmer Problem-überbucht.. wir müssen in ein Ausweichhotel aber zum Essen wieder hierher ein riesen hin und her.
Beim Ausladen des Autos fällt mir auf-meine Fototasche fehlt ! ich hatte bei der Abfahrt schon ein komisches Bauchgefühl, ob alles im Auto ist? als wir dann an der Grenze alles auspacken mussten war sie auch nicht da, aber Joseph hatte ein paar Sachen im Auto gelassen. Wir mussten in Goma das Auto wechseln, da der Landcruiser ein Achsproblem hatte.
Das Equipment bleibt verschollen bis zum Abend, also keine Chance auf ein Weitwinkelobjektiv morgen zum Gorillatrekking. die Videos auf der Fotokarte auch weg, da sie sich nicht haben kopieren lassen…stöhn
Joseph eruiert und wir grübeln nach aber die Tasche kann nur in der Lodge zurückgeblieben sein-sie bleibt verschollen.
Das Hotel ist megavoll und bietet das volle Touristenprogramm mit afrikanischen Tanz und geklimpere, ich bin total entnervt-auch noch Buffet, schlechter Weißwein, ich will in mein Dachzelt.
Mal gucken,was der morgige Tag bereit hält.
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