Entspannt fahren wir heute um 09.00h von Kigoma los mit dem Ziel über die Grenze von Tanzania/Ruanda zu kommen.
Wir lassen den Tangajika See hinter uns.


Hier noch mal gut zu sehen woher das Hilltop Hotel seinen Namen hat.

527 km erwarten uns davon 2/3 Gravel Strasse entlang der Grenze von Burundi.Persönlich kennen wir niemanden der die Strecke gefahren ist und es kursieren diverse Gerüche von Flüchtlingen und Flüchtlingscamp entlang der Strasse, faktisch somit keiner Möglichkeit irgendwo zwischendrin zu übernachten etc.-wir werden sehen.

Es startet mit schrecklicher Gravelpiste mit tiefen Löchern und viel Baustellenverkehr, Höchstgeschwindigkeit 40kmh, so wird das in einem Tag nix..
Video:
Dann folgt gute, aber schmale Piste, die man locker mit 80kmh fahren kann, rechts und links allerdings tiefe Gräben und ein Horror Bus und LKW Verkehr, die gnadenlos draufhalten und keinen Zentimeter ausweichen.
In einer Linkskurve kommt uns ein LKW mit 100 Sachen entgegen, ich selber bin auch schnell muss bremsen, der Wagen schaukelt sich gefährlich auf und schleudert Richtung LKW links der Graben-um Haaresbreite fange ich den Landy wieder und komme irgendwie an dem Truck vorbei. Uns stehen die Haare zu berge -wir hatten einen Schutzengel.
Flüchtlinge und Flüchtlingscamps sind nicht zu sehen, aber viele UNHCR Fahrzeuge und Schilder für Camps abseits der Strasse.
Das letze Drittel Gravelpiste ist wieder löchrig und voller Baustellen für eine Teerstrasse, uns wird klar mit der Grenze wird das heute nix mehr, denn die macht um 18:00h zu. In einem der kleinen Orte wollen wir aber auch nicht wirklich übernachten, wir machen ein Game Reserve aus. Burigi Forest Reserve und freuen uns, dass ja jetzt Teerstrasse kommt-ach ja das war ein Wunschgedanke, die Teerstrasse entpuppt sich als purer Horror und die schlimmste Teerstrrasse des mittlerweile 9000 km langen Trips. Sie ist übersät mit sogenannten pothols-Löchern in allen tiefen, die einem bei Unachtsamkeit die Achse abreissen können.Höchstgeschwindigkeit mal wieder 40 kmh alles andere wird mit gefühlten Todesstößen quittiert.
Wir sind froh, als wir am Eingang des game Reserves ankommen. Die Schränke wird mangels sprachlicher Verständigungsmöglichkeiten einfach geöffnet und wir finden einen schönen offenen Platz zum wild campen.

Noch ein letzte mal klappen wir das Dachzelt auf, schmeissen den Benzinkocher an und machen uns Käsespätzle aus der Tüte und zum Nachtisch Vanillemilchreis-Super.

Wir sitzen mit einem Gin Tonic als sundowner in den Campingstühlen, lauschen den Vögeln und ich bin ein bisschen wehmütig, das der Campingteil des Trips nun endgültig vorbei ist. Vor allem als ich am nächsten Morgen die Schlafsäcke im Dachzelt zusammenrolle.


Ich habe diese Freiheit stehen zu bleiben wo man will, drausssen in der Natur, mit ganz andere Geräuschkulisse und Sternenhimmel zum abwinken, sehr genossen.


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