Wir haben heute früh noch auf Nachricht bezüglich meiner Fototasche aus DRC gewartet-leider nichts positives.. mir fällt leider auch immer mehr Zeug ein, was drin war-Stirnlampe, Kopfhörer etc.-stöhn-selber Schuld.

Also entschliessen wir uns nicht in Kigali auf positive Nachricht zu warten, sondern fahren ab Richtung Uganda.

Ich habe den Landy vermisst. Unser netter Porter von der Vorwoche schleppt alles zum Auto und fragt noch wo ich meinen Mann gelassen habe -grins-abgegeben..

IMG_0762

Erst einmal durch das Gewusel in Kigali, das Garmin leitet uns sicher durch und wir werden von den vorbeifahrenden Motorradfahrern immer belächelt-wahrscheinlich zwei Frauen im Auto-grins..

Wir müssen uns wieder an das schrecklich konservative Speed limit in Ruanda halten, innerorts 40 kmh ausserorts max 80 kmh und häufige Radarpistolenkontrollen. Schon 81 kmh kostet richtig Geld, deshalb wird auch fleissig immer mit der Lichthupe vor den Kontrollen gewarnt.

In Ruanda gibt es einmal die Woche einen „Kehrwoche“, das heisst jeder in der Gemeinde muss etwas für die Gemeinde tun-Strasse kehren, Müll einsammeln etc.-Musterländle halt.

 

Wir erreichen die Grenze in Gatuna-die auch zur one stop border ausgebaut werden soll, derzeit ist sie aber noch sehr weit davon entfernt-totales Chaos es ist nicht ersichtlich wo man für was hin muss, aber da wir wir auffallen, werden wir gleich aufmerksam eingewiesen, was und wo zu tun ist-zick zack 1h später alles erledigt, auch Marion hat problemlos ihr Uganda Visum lächelnd eingestempelt bekommen. Seit 1. Juli muss man dieses eigentlich offiziell online beantragen. Die erste afrikanische Grenze wo wir fotografiert werdend Fingerabdrücke genommen bekommen. Aber keine Gebühr fürs Auto oder die Strasse oder Versicherung nötig-wunderbar.

An der Grenze stehen noch zwei bettelnde Frauen denen Teile der Gliedmaßen fehlen, wahrscheinlich noch Genozid Opfer-ich werde meine letzen Ruandischen Franc gerne los..

Auf Uganda Seite neueste Strassen mit Leitplanken, jede Menge Bananen- und Ananasplantagen, ebenfalls alles sehr geordnet, aber auch alles sehr kultiviert und die Hügel sind alle bis oben hin abgeholzt. Den Preis der Entwicklung zahlt wie immer die Natur.

IMG_0822

Bis kurz vor Lake Mauro N.P. gleiten wir dahin nur unterbrochen von ein paar rumble strips(kleine fiese Hügelchen zur Geschwindigkeitsbegrenzung).

Dann 20 km geliebte Gravel Strasse durch ein paar Dörfer und krass steiler Anstieg im ersten Gang hoppelnd auf den Hügel bis zur Eagles Nest Lodge.

 

IMG_0876

Wir werden sehr nett empfangen und das camp besteht aus einem Restaurant/Aufentaltsbereich und 6 Zelten die mit einem festen Dach überdacht sind, eine offenen Dusche, Solarstrom für eine Lampe und Heisswasser-toll noch mal ein bisschen camping feeling.

IMG_0765

Oben im allgemeinen Bereich werden fleissig die Zivilisationsgadgets, wie elektrische Zahnbürsten, geladen-hihi

IMG_0769

Es sieht alles sehr neu aus, ich war jetzt aufgrund von Erzählungen auf Backpacker Standard eingestellt. Weit gefehlt aber vielleicht auch, weil das komplette Camp im August 2015 abgebrannt ist, somit musste es neu aufgebaut werden.

IMG_0815

IMG_0812

Kein Internet und ein toller Blick auf den Lake Mburo und den Park.
Wir machen für morgen früh eine walking Safari aus und für den Nachmittag eine Bootstour auf dem See.

Es gibt ein schönes Abendessen-Gulasch aus dem gusseisernen Topf mit Gemüse und Bananenshake zum Nachtisch.

Entspannt fallen wir in unser Zelt. Gezirpe um uns herum.

DSC_3947