
Heute wartet meine erste Überfahrt auf einem typischen Ponton auf mich.


Wir begleichen unsere Rechnung und los geht es. Andreas macht den Anfang und fährt auf den ausgelegten Ästen und Bäumchen auf das Ponton, was sich für mich dabei bedrohlich nach oben und unten beweget bevor er wackelnd darauf zu stehen kommt.
Der Ranger und der Fährmann ziehen das Ponton per Hand über den Fluss-dann bin ich dran-mein Herz klopft bis zum Hals und ich frage noch mal wie tief der Fluss ist falls ich die Spur auf die Tonnen verpasse-zu tief…

wunderbar eingewunken wie in die Waschstrasse klappt es erstaunlich gut-vielleicht auch ob der Kürze des Autos-sicher landen wir beide auf der anderen Seite und setzen unser Fahrt fort Richtung Buffalo camp.

Wir machen unseren eigenen game drive dort hin und kommen an riesigen Hippofamilien vorbei die wir sicher von der erhöhten Uferböschung aus beobachten können und machen einen kleinen Brunch break.



Gegen frühen Mittag kommen wir im Camp an und haben es komplett für uns alleine !


Das Buffalo camp wird jedes Jahr neu aufgebaut und von Mai bis November betrieben. In der Zwischensaison ist der Mwaleshi River, an dem es liegt, so hoch, das das komplette Camp überflutet wäre. In der Regenzeit ist der Park komplett gesperrt für Besucher. Dies macht ihn zu einem sehr abgelegenen Platz mit wenig Besuchern, da er sehr schwer erreichbar ist. Es gibt einen Airstrip in der Nähe des Camps und fast alle Touristen fliegen rein, Selbstfahrer so wie wir sind exotisch.

Der Empfang ist sehr nett und wir fühlen uns schnell wohl in dieser einmaligen location.
Der North Luangwa Park, 4636 km2 gross, ist Teil des Rift Valley Afrikas, im Westen wird er von vom Muchinga Escarpment begrenzt und im Osten vom Luangwa Fluss. Der Mwaleshi Fluss an dem das camp liegt ist die Lebensader des Parks in der Trockenzeit, er wird von den Regenfällen im Muchinga Escarpment genährt, der Luangwa hingegen trocknet fast komplett aus in der Trockenzeit.
Grosse Büffelherden kommen dann an den Fluss im Camp, allerdings ist die Temperatur dann fast 40 Grad im Park.
Die Idee war und ist den Park relativ unberührt zu lassen, um so den Einfluss des Tourismus im South Luangwa im Vergleich untersuchen zu können.

Marc Harvey hat das Camp von von seinen Eltern übernommen. Sie sind in den Park in den 1970er Jahren gekommen, wo die Wilderei ihren Höhepunkt hatte. Beide sind in den 1990er Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen ermordet worden. Wahrscheinlich von Leuten, denen ihr Engagement für den Wildschütz im North Luangwa ein Dorn im Auge war. Dies zieht sich leider durch und auch Norman Karr der Begründer des South Luangwa Parks ist oft bedroht worden.
Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, das die Dörfer um die Parks herum, wie so oft in Afrika nicht vom Tourismus profitieren. Es wird uns Touristen immer anders erzählt, aber wenn man sich mit den Leuten vor Ort unterhält trifft es leider nicht zu, dass es irgend eine Art Kompensationsszahlung für z.B. durch Elefanten zerstörte Felder und Existenzen gibt. Dies berichtet auch James unser Guide hier, der 15 Jahre im South Luangwa gearbeitet hat.
Wir selber sind Zeugen geworden wie ein Elefant auf der Suche nach Wasser eine Hütte einfach zerstört hat.

Wir richten uns jetzt erst einmal im Camp ein und verabreden uns für einen Nachmittags/Nacht Game Drive. DieZwischenzeit nutzen wir,um die Autos etwas zu entstauben, was relativ sinnlos ist, denn in zwei Tagen wird es aussehen wie vorher, aber es hinterlässt ein gutes Gefühl.

Auf dem Game drive wieder Antilopen, Hippos, Elefanten etc. aber wieder keine Katzen. Die höchste Konzentration an Leoparden gibt es offensichtlich im South Luangwa-aber auch die habe ich irgendwie verpasst. Wir machen einen sundowner-klaro Gin tonic am Hippo Pool.




Danach gehen wir auf die Suche nach den nachtaktiven Tieren und haben Glück und sehen ein Pärchen Dachse.


Viele gebänderte Mangusten, deren Augen rot glühen im Scheinwerferlicht und das Elephant shrew-es sieht aus wie eine Maus mit einem langen Elefantenrüssel, womit es nach Ameisen sucht.

und eine Wildkatze !

Müde und etwas durchgefroren, trotz Jacke, kommen wir wieder im Camp an. Das Feuer brennt schon und wir kochen heute einen Kartoffelauflauf in der tollen Küche des Camps, wo alles mit Feuer betrieben wird.



Der Ofen hat sogar Ober/Unterhitze und ist genauso schnell wie ein moderner Elektroofen-irre.

Bei einem Amarula gucken wir den zweiten Teil des Grzimek Films und sinken müde ins Bett.

Schreibe einen Kommentar