Heute frühe Abfahrt vom Fussballfeld der Polizei.


Erst einmal Richtung Grenze Zimbabwe-Sambia. Ein wahnsinniges Gewusel an der Grenze riesige Busse voll mit Menschen und unendlich viel Waren, die kontrolliert werden wollen.
Wir hangeln uns von der Passkontrolle, zur Fahrzeugkontrolle, es wird die Fahrgestell und Motornummer kontrolliert gefühlte 10x. Dann Carnet de passage abstempeln, noch mal Kontrolle, ob das Auto gestohlen ist, dann Geld wechseln und eine Art Strassengebühr bezahlen und eine Versicherung fürs Auto abschliessen, das ganze dauert 3h !! begleitete werden wir von sogenannten „Agenten“, die uns die ganze Zeit erzählen wollen mit ihnen geht es schneller.
Dann an der Kontrolle selber noch mal Kontrolle aller Papiere und endlich sind wir in Sambia. Der spanische Landy mit der Frau drin, war die ganze Zeit unverdächtig-es gab nur ein paar Einladungen auf einen Drink-der Toyoata mit dem weissem Mann war schwierig-lol.

Schnell aus Chirundu, einer dreckeigen Grenzstadt raus, Richtung lower Zambesi N.P.
Mal wieder eine horrende Holperigste, auf der auf ein mal unvermutet mein Dachzelt von allein aufklappt-lach.
Der Sicherungsclip ist weg-Mist-losgerüttelt-welch ein Glück er liegt auf der hinteren Stosstange im Staub. Schraubensicherungsflüssigkeit her und weiter geht es.


Unterwegs treffen wir auf einen kleinen Landy Friedhof und viele interessierte Kinder, die eindeutig für Land Rover voten-Andreas ist schwer enttäuscht.


Wir stoppen noch mal an einem super schönen Hühnerhaus, Robert, der Besitzer züchtet Bienen und führt uns stolz alles vor.
Ich erwerbe noch 3 leere Säcke Mais, da die Umhüllungen der Stühle und des Klozeltes sich angesichts der Buschfahrten in ihre Einzelbestandteile auflösen-nicht wirklich Busch geeignet.





Entspannt dies mal gegen 15:30h kommen wir kurz vor dem Park an und schlagen unsere Zelte auf mit Blick auf den Zambesi river.

Hier sind jetzt schon deutlich die röhrenden Hippos zu hören.

27. Juni 2016 um 21:55 Uhr
Hallo liebe Alice,
ich verfolge deine Reise sehr gespannt – die schönen Vogel – und Elefantenfotos, die Hühnerhäuschen, Dörfer, der Sambesi, die Leute, die ihr unterwegs trefft … es scheint, dass man entspannt durch das Land reisen kann, keine kritischen Situationen, allenfalls mit Elefanten, denen man nicht so nahe kommen darf.
Nur die Schrauben lockern sich … und andere Teile des Landy befinden sich in Auflösung. Gut, dass alles repariert werden kann. Hat Andreas auch Probleme damit? Es ist ein wunderbares Abenteuer unterwegs zu sein.
Wir erleben hier in Berlin einen schönen, aber im Vergleich zu dir eher langweiligen Sommer – bis auf die Fussballeuropameisterschaft. Sicher interessiert das niemand in Sambia. Ich hatte ein Plan-Patenkind sieben Jahre unterstützt, ein Mädchen, das in Sambia lebt und jetzt erwachsen und verheiratet ist. Sambia, ehemals sozialistisch – oder immer noch? – war ein Partnerland der DDR.
Wünsche euch weiterhin eine gute Reise.